Fristet im Software-Unternehmen die Technische Dokumentation das Leben eines unterversorgten Patienten? Vorschläge an die Redakteure und Geschäftsführer für die Zeit bis zur nächsten Visite.
Vorigen Sommer verschlug es meine Familie wieder in den Freizeitpark IKEA. Ein Abstecher in den Sanitärbereich des Restaurants ließ mich schmunzeln: die Nachbartür war mit etwas mehr Text versehen als meine ersehnte!
Noch lange habe ich überlegt, warum eine Tür mich zum Schmunzeln bringen konnte. Ich bemühte intellektuelle Konzepte wie Kontext oder Emotion. Immerhin hatte der Verfasser es geschafft, ein Verbot, eine Entschuldigung für eine verschlossene Tür in einen Sympathieträger umzumünzen! Doch nach einigen Tagen war ich dann bereit, es mir einzugestehen. Es war purer Neid! Nicht so sehr auf den Spruch, sondern dass dieser sich auf Tausenden von Türen ausbreiten konnte! Was muss das für eine innovative Geschäftsführung sein, in dessen Biotop nicht nur solche Ideen entstehen, sondern diese auch realisiert werden! Es ist bestimmt weniger aufwendig, für den Kundensupport ein Twitter-Account einzurichten, als Tausende Türen zu kennzeichnen. Trotzdem wird Ihnen Ersteres im Softwareunternehmen nicht so schnell gelingen!
Überall im Netz wird von Technischen Redakteuren die mangelnde Unterstützung für eine professionellere
Dokumentation beklagt. Oft herrscht im Softwareunternehmen die Mentalität des Jeder kann schreibens vor. Ich bildete mir ein, dass eine rudimentäre Technische Redaktion ähnlich zu werten ist wie diese Tür: als Indikator für die Innovationskultur im Unternehmen – also ebenfalls rudimentär. Bis Ute Klingelhöfers Frage Warum sollte man in die Technische Redaktion investieren? die Problematik der Dauerunterversorgung wieder auf die Füße stellte. Dieser Artikel soll Redakteuren helfen, die Gegenwart im Softwareunternehmen zu verstehen und sie befähigen, Ihre Kraft auf innovative Veränderungen in der Zukunft des Unternehmens zu verwenden.
| Titel des Downloads: | Dauerunterversorgung der Dokumentation? |
| Art der Publikation: | Artikel |
| Beschreibung: | Fristet im Software-Unternehmen die Technische Dokumentation das Leben eines unterversorgten Patienten? Vorschläge an die Redakteure und Geschäftsführer für die Zeit bis zur nächsten Visite. |
| Aktualisiert am: | 30. Mai 2011 |
| Anzahl der Downloads: | 71 |
Beim Ditalog steht DITA als eine bestimmte Technologie im Mittelpunkt. DITA steht für Single Source Publishing und Wiederverwendbarkeit (reuse). Der Redakteur ändert an einer zentralen Stelle die Bezeichnung für die Schaltfläche A in B – und schwupps – heißen nun sämtliche A-Schaltflächen B. Vererbung in Sekundenschnelle. Natürlich ist das Blog ganz aus Sicht des Redakteurs geschrieben. Nämlich, wie ein Redakteur seine Startschwierigkeiten im Praxisalltag überwindet.
Hauptanwendungsgebiet von DITA ist immer noch die Technische Dokumentation. Letztere soll hier im Blog nicht zu kurz kommen: die Sicht auf das Endprodukt – die Nutzersicht. Viele Blogs geben Hinweise und Tipps in Sachen Technischer Dokumentation. Ein umfangreiches deutschsprachiges Angebot unterbreitet Marc Achtelig auf www.indoition.com in seiner Rubrik Know-How. Besondere Erwähnung verdienen die Punkte:
eine umfangreiche, gut sortierte Linksammlung, in der es sich zu stöbern lohnt. Wer Marc Achteligs Know-How offline lesen möchte, dem sei diese PDF-Broschüre zum Download empfohlen:
Wer als Technischer Redakteur noch nichts mit Twitter anfangen kann, sollte wenigstens die Suche von Twitter nutzen. Sie verät, was gerade aktuell ist oder wieder aufgewärmt wird bzw. gar “gehypt” wird.
http://search.twitter.com besuchen und den Hashtag #techcomm eingeben.
So stieß ich auf einen Artikel vom Januar 2009: Building a 21st century user interface von Brett D. McLoughlin.
So einfach wie es klingt, Entwickler und Webdesigner sollen sich auf die Kernfunktion ihres Programms bzw. Website besinnen. Und am besten ist es, wenn man sich diese Kernfunktion an den Bildschirm klebt. Was immer Sie nun machen, dieser Klebezettel steht über allem, was Sie in Zukunft für Aufgaben anstehen.
Beispielhaft wird Amazon erwähnt. Auf der Website sind die wenigen wirklich wichtigen Schaltfläche orange, im Gegensatz zum blauen Gesamterscheinungsbild der Seite. Die Feuerprobe ist ein “Fuzzy Test” bzw. Milchglas-Test.

Alles wichtige ist noch auszumachen: das Produktvorschaubild und sämtliche Verkaufsabschluß-Schaltflächen.
Was ist das Wesentliche vom Ditalog? Die Tutorials ergeben erst wirklich einen Sinn, wenn man sie in Ruhe schwarz auf weiß lesen und begreifen kann. Also wurde die Farbe der Downloadbox für den PDF-Datei-Download von grau in gelb geändert. Ja, und die Sexy-Bookmarks waren einfach zu sexy – sie lenkten vom Download ab. Hier ein Screenshot vom WordPress Plugin Directory: